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SPD-Fraktion im Märkischen Kreis.

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Stipendien an Medizinstudenten :

Kreistagsfraktion

Gemeinsamer Antrag der Kreistagsfraktionen von SPD und CDU für die Sitzung des Ausschusses für Gesundheit und Soziales am 16.09.2014:

 

Beschlussvorschlag:

Die Verwaltung wird beauftragt, eine Konzeption für die Vergabe von Stipendien an Medizinstudenten zu entwickeln. Darin sind Aussagen zur Anzahl der Stipendien, der Förderhöhe und Förderdauer aufzunehmen. Die hierzu erforderlichen Haushaltsmittel ab dem Haushaltsjahr 2015 sind zu ermitteln.

 

Begründung:

Die Situation der ärztlichen Versorgung im Märkischen Kreis wird sich im Rahmen der demografischen Entwicklung zunehmend schwieriger gestalten. Dies betrifft gleichermaßen die niedergelassenen Arztpraxen und Krankenhäuser aber auch den öffentlichen Gesundheitsdienst. Nach den Prognosen droht eine Mangelversorgung im allgemeinmedizinischen und Facharztbereich. Dabei wird es in den einzelnen Städten und Gemeinden graduell unterschiedliche Entwicklungen geben. Schon jetzt zeichnen sich in einigen Kommunen Engpässe ab. So hat die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) vor einigen Wochen für Altena und Nachrodt-Wiblingwerde eine Unterversorgung im Bereich der niedergelassenen Hausärzte festgestellt.

Während für die Sicherstellungsverantwortung im stationären Bereich das Land Nordrhein-Westfalen über die Krankenhausplanung zuständig ist, obliegt der Sicherstellungsauftrag für die ambulante vertragsärztliche Versorgung der KVWL. Diese hat durch geeignete Maßnahmen einer Unterversorgung entgegen zu wirken. Dazu gehört auch eine bedarfsgerechte Aufteilung von Ärzten zwischen städtischen Ballungsgebieten und ländlichen Regionen. Daneben gibt es inzwischen eine Vielzahl von Ideen und Projekten auch auf Bundes- oder Landesebene, die im Einzelfall zu einer Verbesserung der Versorgungssituation beitragen können. Darüber hinaus gilt es zu überlegen, welche konkreten Möglichkeiten der Märkische Kreis veranlassen kann.

Eine Maßnahme, um Ärzte für eine Arbeit im Märkischen Kreis zu gewinnen, kann die Vergabe von Stipendien an Medizinstudenten sein. Im Gegenzug ist damit die Verpflichtung zu verbinden, nach Abschluss des Studiums für eine bestimmte Dauer als Arzt im Kreisgebiet tätig zu sein.

 

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